Intelligent Carb-Rezept – Zahnfreundliche „Memory Drops“ als Gehirn-Booster

von Katharina Meyer

Hier ein total simples 10-Minuten-Rezept für den süßen Zahn … und für unseren Kopf. Yes, ihr lest richtig und ich deute Skepsis in euren Augen. Aber diese Gummidrops enthalten die zwei besonderen Milchzuckerarten Galaktose und Tagatose, die zahnfreundlich und kalorisch „light“sind. Außerdem bestätigen Studien, dass Galaktose unser Gehirn besser und stabiler mit Energie versorgt, als es Haushaltszucker und Co können.1,2,3

Sogar dann noch, wenn bereits eine Insulinresistenz vorliegt, was insbesondere für Diabetiker eine gute Nachricht ist. Denn beide Zucker lassen unseren Blutzuckerspiegel im Vergleich zu anderen Süßalternativen kaum steigen, so dass unser Stoffwechsel entlastet wird. In Studien mit Über-gewichtigen hat sich außerdem gezeigt, dass sie bei regelmäßiger Zufuhr den Fettstoffwechel fördern und zu einer gesteigerten Gewichtsreduktion beitragen konnten.4 In den letzten Jahren in der Forschung wurden zudem weitere natürliche, gesunde Zuckerarten identifiziert. Dazu gehören neben Galaktose und Tagatose auch Ribose oder die Zuckeraustauschstoffe Bio-Erythrit bzw. Erythritol. Bekannter aus dieser Kategorie sind Xylit und Stevia.

Natürlich gibt es auch einen Nachteil: Diese Milchzucker sind aufgrund der geringen Nachfrage leider noch extrem teuer und bislang nur in Apotheken und online beziehbar. Ich habe ihn über Amazon gekauft. Ihr findet ihn aber zum Beispiel auch in diesem exklusiveren Gesundheitsshop: https://www.gesundheitsmanufaktur.de

Ich könnte mich jetzt um Kopf und Kragen schreiben, halte mich aber einfach nur an die Rezeptur und verweise für mehr Infos auf meine demnächst verfügbare Zuckerreihe. Neugierige können sich über die „intelligenten Zucker“ auch auf dieser Webseite des bekannten Krebsforschers und Ernährungsexperten Dr. Johannes F.Coy informieren.

Probiert es einfach mal aus. Die Zubereitung gibt eine leckerere Nascherei ohne schlechtes Gewissen im Vergleich zu dem gekauften Zeug. Auch für die Kids auf jeden Fall eine bessere Alternative als die gekaufte Gummibärchen-Tüte. Ich habe es übrigens mal mit einem Blutzucker-Messgerät gecheckt und mein Zuckerspiegel ist tatsächlich kaum gestiegen.

Zutaten für ca. 30 Stück

  • 12 Blatt Gelatine oder als vegane Alternative Agar-Agar (ca. 1 starker EL als Pulver)
  • 150 ml ungezuckerter Fruchtsaft deiner Wahl – am besten BIO-Direktsaft
  • 2 EL Zitronensaft
  • 80 g Galaktose oder 40g Tagatose

Dies sind Minimum-Werte, Zuckerjunkies können jeweils noch um 10 – 20 Gramm ergänzen.

Wer nicht so viel Geld ausgeben will, kann die Dinger natürlich auch mit normalem Zucker oder süßen Alternativen machen: dafür ca. 30 g Haushaltszucker oder 1 starken EL Honig einsetzen. Alternativ eignen sich für einen Intelligent Carb-Ansatz im weiteren Sinne andere energiearme, natürliche Zuckeralternativen wie Isomaltose (ca. 80 g) oder Bio-Erythrit (ca. 70 g) – beide easy online beziehbar und deutlich günstiger als die Milchzucker, leider aber immer noch teuer als der Standard…

Zubereitung

  • Gelatine im Fruchtsaft in einem Topf ca. 10 Minuten einweichen und gelegentlich umrühren
  • Langsam erhitzen, aber nicht kochen lassen!
  • Zitronensaft und Zucker dazugeben und bei schwacher Hitze gut verrühren
  • Die Masse in die Förmchen geben und im Kühlschrank ca. 1 Stunde abkühlen lassen. Die Drops werden härter, je länger sie danach an der Luft „trocknen“. Bitte grundsätzlich aber immer im Kühlschrank lagern. Halten ca. 3 – 5 Tage.
  • Als Förmchen eignen sich Eierbecher oder andere kleine Silikonformen. Alternativ kann man natürlich auch Wackelpudding aus der Masse machen und in kleine Dessertgläser füllen.

Literaturverzeichnis und Infos für Studien-Freaks

1. Li C, Shi S. Neuroprotective Effect of Huperzine A on d-Galactose-Induced Hearing Dysfunction. Ear Nose Throat J. 2021 Jun;100(3_suppl):269S-276S. doi: 10.1177/0145561319864570. Epub 2019 Sep 25. PMID: 31554431. Link zur Studie

2. Foster-Powell, Kaye; Holt, Susanna H. A.; Brand-Miller, Janette C. (2002): International table of glycemic index and glycemic load values: 2002. Am J Clin Nutr 76 (1): 5–56. Link zur Studie

3. Brand-Miller, J. et al. (2003): Low-Glycemic Index Diets in the Management of Diabetes. A meta-analysis of randomized controlled trials. Diabetes Care 26 (8): 2261–2267. Link zur Studie

4. Juanola-Falgarona M, Salas-Salvadó J, Ibarrola-Jurado N, Rabassa-Soler A, Díaz-López A, Guasch-Ferré M, Hernández-Alonso P, Balanza R, Bulló M. Effect of the glycemic index of the diet on weight loss, modulation of satiety, inflammation, and other metabolic risk factors: a randomized controlled trial. Am J Clin Nutr. 2014 Jul;100(1):27-35. doi: 10.3945/ajcn.113.081216. Epub 2014 Apr 30. PMID: 24787494.

Katharina Meyer

Hallo Ernährungsfan, hier schreibt Katharina, leidenschaftliche Ernährungsberaterin und systemischer Coach mit der Mission, die Welt noch ein wenig gesünder zu machen. Falls Dir die Blog-Kostproben noch nicht ausreichen, melden!
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